Dienstag, 1. März 2016 von Volker Schweizer

Ich bin bereit für den Frühling

Beim Lieblingsitaliener, wo meine Kollegen und ich oft die Mittagspause verbringen, stehen die Stühle draußen. Wir freuen uns schon auf das erste Käffchen mit leckerer Crema und das erste Spaghetti-Eis. Hoffentlich kann nach dem neuerlichen Wintereinbruch doch bald das Tannenreisig, mit dem ich die im Herbst frisch gesetzten Pflänzchen abgedeckt habe, in die Biotonne wandern. Kehraus im Garten quasi. Jedes Jahr aufs Neue ist spannend, ob die Stauden, die noch ziemlich trostlos wirken, robust genug waren, um Schnee und Kälte zu überstehen. Im neuen Baugebiet in unserer Nachbarschaft fuhren schon vor drei Wochen mehrere Laster vor, voll beladen mit Humus, Rindenmulch und verschiedenen Bäumen und Sträuchern. Zwischenzeitlich ist alles im Boden. Wenn uns Petrus hoffentlich bald Sonne und Wärme schickt, blühen zwei Straßen weiter an Ostern sicherlich die Zierkirschen in Rosa und Weiß. Zwar fliegen dann schon wieder die Pollen, doch für diesen schönen Anblick nehme ich die ersten Anzeichen von Heuschnupfen gerne in Kauf. Also ich bin bereit für den Frühling.

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Samstag, 23. Januar 2016 von Volker Schweizer

Fasnet ist auch ein Freundefest

Mit Volldampf sind die Narren in die kurze Fasnet gestartet. Auch ich bin dabei. Vor allem die Ringtreffen lasse ich mir nicht entgehen. Die Großveranstaltungen bringen nicht nur Hästräger aus allen Ecken des Kreises zusammen, sondern auch gute Freunde. Aus Versprechungen, sich mal außerhalb der närrischen Zeit zu treffen, wird meistens nichts. Nach Aschermittwoch hat einen der Alltag wieder schnell im Griff. Umso größer ist das Hallo, wenn man auf der Straße oder im Zelt einen Uhu aus Schlatt, einen Nichthuldiger aus Bisingen oder ein anderes bekanntes Gesicht aus einem der vielen Narrenflecken trifft. Ich freue mich deshalb schon auf das nächste Spektakel, das 2017 in Bisingen steigt und mit einem Jubiläum verbunden ist. Der Narrenring wird 40 Jahre alt.

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Dienstag, 29. Dezember 2015 von Volker Schweizer

Bald ist's vorbei mit der Ruhe

Die Familienfeiern sind vorbei, vorbei das übermäßige Schlemmen, vorbei die Endlosschleifen von Weihnachtsliedern im Radio. Gestern hat mich eine lustige Whats-App-Nachricht erreicht. Darauf war ein winkender Nikolaus zu sehen. Der Text dazu lautete: „So, das war’s dann – und jetzt kommt Fasnet!!!“. Tatsächlich scharren die Narren schon mit den Füßen. Die Saison ist kurz, deshab geht’s zwei Tage nach Dreikönig los. In Heinstetten tanzen die Gardemädchen, und am Samstag veranstaltet der Burgnarrenverein Straßberg den Kinderumzug des Narrenfreundschaftsringes Zollernalb. Dafür ist aber auch schon am 10. Februar Schluss mit „Narri“ und „Narro“. Den Wechsel von Besinnlichkeit auf Rambazamba „feiern“ die Ebinger Narren jedes Jahr ganz originell. Sie stutzen die Weihnachtstanne in der Innenstadt so zurecht und schmücken sie mit Stofffetzen, dass daraus ein Narrenbaum wird. Doch noch befinden wir uns zwischen den Jahren. Alle, die jetzt ihren Urlaub abfeiern, dürfen erst mal durchatmen und Kräfte sammeln – für die Silvesterparty und natürlich für das kommende Jahr. Schöne Zeit und guten Rutsch!

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Freitag, 11. Dezember 2015 von Volker Schweizer

Zeit für schöne Rituale

Jedes Jahr nehmen wir uns vor, uns nicht vom Adventstrubel überrollen zu lassen. In den meisten Fällen sind die Wochen vor dem Fest aber alles andere als besinnlich und ruhig. Und trotzdem gibt es sie noch, die schönen und einfachen Rituale im Weihnachtswahnsinn. In der Schule, die meine jüngste Tochter besucht, erklingt jeden Dienstagmorgen festliche Musik über das Schulgelände, die Kinder ziehen mit selbst gebastelten Kerzen und Glocken aus Tonpapier über den Pausenhof und lauschen zusammen mit den Lehrern und Eltern ein paar Minuten den besinnlichen Weisen. Natürlich wird auch gesungen und zum spanischen Weihnachtslied „Feliz Navidad“ sogar getanzt. Im Schulhort dürfen sich die Kinder in aller Ruhe ein Engelchen aussuchen und mit nach Hause nehmen. Das Besondere dabei ist, dass in jedem Engelchen ein kleiner Stein versteckt ist. Und für jeden Stein gibt es eine Beschreibung. Unser Achat soll zu Mut und Lebensfreude verhelfen. Natürlich bekommt er den schönsten Platz in der Wohnzimmervitrine.

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Mittwoch, 4. November 2015 von Volker Schweizer

Die Botschaft ist aktueller denn je

Das Schöne an Kirchenfesten sind oft die altüberlieferten Bräuche. So zum Beispiel am Martinstag, wenn Kinder mit selbstgebastelten Laternen singend und betend durch die Straßen ziehen. In vielen Gemeinden wird die Mantelteilung nachgespielt, ein Pferd und ein Reiter führen den Umzug an. Nicht mehr überall ist die christliche Tradition aber Grundlage für das Fest. Einige Schulen und Kindertagesstätten in Düsseldorf zum Beispiel lassen zwar den Nachthimmel erleuchten, zu einer Martinsfeier wird jedoch nicht mehr eingeladen. Man lege Wert auf weltanschauliche Neu-tralität, heißt die Begründung. Vor zwei Jahren hatten schon Politiker der Linken medienwirksam vorgeschlagen, St. Martin abzuschaffen und stattdessen ein „Sonne-, Mond- und Sterne-Fest“ zu feiern. Ich finde dagegen, dass der Namenstag des Kirchenheiligen eine besondere Bedeutung hat – gerade in diesen Wochen. Denn der Bischof von Tours teilte sein Hab und Gut mit den Armen. Das ist eine wichtige und zentrale Botschaft angesichts der vielen Flüchtlinge, die bei uns Hilfe suchen.

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