Dienstag, 2. August 2016 von Volker Schweizer

Keine Lust auf Kirschpralinen

Nein, nein und nochmals nein. Ich will mich noch nicht damit beschäftigen, auch wenn dafür jetzt schon Werbung gemacht wird. Mit Stauden und Pflänzchen für den Herbst lockt seit einigen Tagen das Gartencenter meines Vertrauens, und sicherlich dauert es auch nicht mehr lange, bis es Lebkuchen und die Praline mit der Kirsche in den Läden zu kaufen gibt. Die Jahreszeit, die die Blätter bunt färben lässt, hat zwar ihre Reize, aber jetzt schreiben wir erst mal August. Fast alle haben Ferien und wollen Sonne und Freibad taugliche Temperaturen genießen, Eis schlotzen und an einem lauen Abend grillen. Genießen wir also den Rest-Sommer in vollen Zügen. Auf dem Sofa können wir noch lange genug wieder herumlümmeln.

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Freitag, 15. Juli 2016 von Volker Schweizer

Fast wie vor Weihnachten

Was für ein Stress. Über viele Familien bricht vor dem Sommerurlaub eine wahre Terminflut ein. Abschlussfeiern, Hocketen, Übernachtungsfeste, Ausflüge – in den Schulen und Kindergärten wird der Gemeinschaftsgeist beschworen. Auch die Vereine zelebrieren mittlerweile den Saisonabschluss, laden ihre Mitglieder zu Wanderungen, Grillabenden und anderen Unternehmungen ein. Allerdings muss dafür noch mal richtig rangeklotzt werden. Denn kurz vor den Ferien wird gefeiert auf Teufel komm raus. Am Wochenende jagt eine Veranstaltung die andere, da ist jede helfende Hand gefordert. In Meßstetten ist Stadtfest, in Schömberg auch, Bitz lädt zum Schnoga-Feschd ein, Pfeffingen zum Dorffest. Und die Metalanhänger pilgern nach Balingen zum „Bang Your Head“. Selbst die Kommunalpolitik wird vom Stress, der an die vorweihnachtliche Hektik erinnert, nicht verschont. In Meßstetten zum Beispiel: Letzte Woche Bürgerinfo wegen der LEA, diese Woche Bürgerinfo wegen der neuen Stadtkonzeption, nächste Woche Gemeinderat mit ellenlanger Tagesordnung. Eine Woche später kehrt dann aber für eine Weile Ruhe ein. Und die haben wir uns alle auch verdient.

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Dienstag, 7. Juni 2016 von Volker Schweizer

Gemeinsam geht's besser

Die Riege der Bürgermeister auf dem Großen Heuberg ist nun komplett neu. Als letzter der alten Garde tritt Alfons Kühlwein aus Nusplingen ab. Georg Maier hat vor sechs Jahren den Anfang gemacht, ihm folgten Gregor Hipp, Lothar Mennig und Herbert Bucher. Jeweils 24 Amtsjahre liegen hinter diesen Männern. Die Nachfolger tun gut daran, das viel beschworene Miteinander zu pflegen und vor allem zu intensivieren. Der demografische Wandel, der Schwund an Ärzten, das Bemühen um die Ansiedlung von Betrieben auf dem früheren Kasernengelände, die Intensivierung des Tourismus – das sind nur einige von vielen Themen, die alle betreffen. Und gemeinsam geht’s nun mal besser, das haben Frank Schroft und Josef Ungermann am Sonntag beim grandiosen Wahlsieg von Jörg Alisch mehrfach betont. Um die Marschroute festzuzurren, sollte Frank Schroft die Gelegenheit am Schopf packen und nach Alischs Amtsantritt eine gemeinsame Sitzung einberufen. Dann könnten auch gleich die Gemeinderäte aus Meßstetten und Obernheim den „Neuen“ kennenlernen. Die Verwaltungsgemeinschaft hat lange genug vor sich hergedümpelt.

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Mittwoch, 11. Mai 2016 von Volker Schweizer

Paradies für Freizeitradler

Der Frühling ist da, nicht nur astronomisch, sondern endlich auch mit angenehmen Temperaturen und Sonne. Viele Familien haben im Keller wieder ihre Räder entdeckt und sich schon auf den Sattel geschwungen. Wie man allerdings auf die Idee kommen kann, als „Ausflugsstrecke“ eine vielbefahrene Bundes- oder Landesstraße zu wählen, ist für mich unbegreiflich. Der Zollernalbkreis verfügt doch über ein so umfangreiches Radwegenetz. Es gibt schier unzählige Möglichkeiten, in der Freizeit mit dem Drahtesel die Gegend zu erkunden oder einfach nur von A nach B zu gelangen. Und wem es zu anstrengend wird, kann eine Tour mit der Bahn verbinden. Der Rad-Wander-Shuttle macht's möglich. Bei diesem (Über-)Angebot sollte man eigentlich meinen, dass jeder etwas Passendes für eine sichere und entspannte Wochenendausfahrt findet.

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Mittwoch, 13. April 2016 von Volker Schweizer

Schnell genug vom „Beeten“

Kinder und Narren sagen die Wahrheit, heißt es in einem alten Sprichwort. Nicht selten kommt auch jede Menge Lustiges heraus. Wenn Kinder munter drauf losplappern, kreieren sie ganz eigene liebenswerte Wortschöpfungen, die in Erinnerung bleiben. Wissen Sie zum Beispiel, was „beeten“ bedeutet? Wochenlang lag die Tochter eines guten Freundes ihren Eltern mit dem Wunsch in den Ohren, sie wolle im Garten einen kleinen Platz haben, um auch etwas anpflanzen zu können. In den Osterferien wurde das Vorhaben umgesetzt, natürlich mit tatkräftiger Unterstützung. Die Kleine verkroch sich aber nach ein paar Minuten lieber ins Haus. Auf die Frage ihrer Mutter, ob die Arbeit schon erledigt sei, meinte sie kess: „Nein, das dauert mir zu lange, Papa ‚beetet‘ immer noch“. Zwischenzeitlich ist, davon habe ich mich am Wochenende überzeugt, das Kinder-Gartenbeet fertig, und die ganze Familie wartet darauf, bis die ersten Pflänzchen sprießen.

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