Dienstag, 27. März 2018 von Volker Schweizer

Vorfreude auf muntere Ostern

Wie schnell doch die Zeit vergeht. Gerade war noch Aschermittwoch – und jetzt sind wir schon in der Karwoche. Wurden Sie am Sonntag als Palmesel gehänselt, weil sie als letztes Familienmitglied aufgestanden sind? Das ist nicht schlimm, schließlich wurde uns eine Stunde Schlaf geraubt. Von mir aus hätte man nicht am Uhrzeiger drehen müssen. Mit dieser Meinung stehe ich nicht alleine da: 73 Prozent der Befragten sprachen sich in einer repräsentativen Studie des Forsa-Instituts dagegen aus. 27 Prozent gaben an, schon einmal gesundheitliche Probleme nach dem Wechsel zwischen Winter- und Sommerzeit gehabt zu haben. 63 Prozent der Frauen und 53 Prozent der Männer klagten über Einschlafprobleme und Schlafstörungen. Müdigkeit und Antriebslosigkeit wurden ebenfalls genannt. Die momentane Temperatur-Achterbahn verstärkt die Symptome sicherlich noch. Was das Wetter angeht, können wir uns wenigstens ein bisschen auf Ostern freuen. Die ganz extrem kalte Variante ist wohl aus dem Rennen. Vielleicht ist es uns ja vergönnt, über das verlängerte Wochenende ein bisschen Wärme tanken zu können. Und Sonne macht bekanntlich nicht nur gesund und glücklich, sondern auch munter.

Kommentare unserer Leser

Bitte beachten: Ab sofort können nur noch Abonnenten kommentieren. Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren.

Donnerstag, 8. Februar 2018 von Volker Schweizer

Das Brauchtum hochhalten

Fasnet – das ist die Faszination des Rollenspiels, der Vermummung und die Freude daran, für einige Tage aus dem Alltag auszubrechen. Leider bleibt vielen der ursprüngliche, tiefere Sinngehalt dieses Schwellenfestes vor der Fastenzeit verschlossen. Kein Jahr vergeht, wo nicht in irgendeinem Ort im Land durch Unfug oder Alkoholexzesse eine Veranstaltung aus dem Ruder läuft. Jüngstes Beispiel ist der Vorfall in Eppingen, wo die Beine einer Zuschauerin beim Umzug verbrüht wurden. Unter solchen schrecklichen Ereignissen haben auch die etablierten Zünfte zu leiden. Vor allem, weil dadurch die Narretei generell einen schlechten Ruf bekommt. Im aktuellen Fall wurde der Unfall im Internet mit Aufnahmen von Obernheimer Hexen illustriert. Als die Obernheimer dagegen Sturm gelaufen sind, tauschten einige Seitenmacher die Bilder einfach gegen Elzacher Schuttige aus.

Ein Unding ist auch, im Habitus von Ordensberufen zu feiern. Die Kostüme, die auch in den TV-Sitzungen immer wieder zu sehen sind, ergänzen ihre Träger oft noch mit Kreuz, Gesangbuch oder Rosenkranz. Und mit Klobürsten wird das Weihwassersprenkeln nachgeahmt. Ebenso wenig haben blecherne Trinkbecher an historischen Häsern etwas zu suchen.

Fasnet, und da hat Walter Sieber, der Präsident des Zollern-Alb-Ringes, in einem vor Jahren formulieren Appell vollkommen recht, ist mehr als nur eine Straßenparty. Um dem Wandel entgegenzuwirken, müsse der Nachwuchs frühzeitig mit eingebunden werden. Ein schönes Beispiel liefert der Ring selbst mit seiner sehr aktiven Narrenjugend.

Kommentare unserer Leser

Bitte beachten: Ab sofort können nur noch Abonnenten kommentieren. Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren.

Freitag, 2. Februar 2018 von Volker Schweizer

Lichtmess, bei Tag ess

Es goht dagega! Die Hauptfasnet steht vor der Tür. Wenn man es beim Blick aus dem Fenster auch nicht meinen könnte, klopft doch schon auch ein klein wenig der Frühling an die Tür. Heute ist Mariä Lichtmess. „Lichtmess, bei Tag ess!“, besagt eine alte Bauernregel. Langsam aber sicher werden die Tage wieder länger. Das schlechte Wetter könnte uns eigentlich gerade recht sein, denn im Internet ist noch ein weiterer Spruch zu finden: „Wenn's an Lichtmess stürmt und schneit, ist der Frühling nicht mehr weit; ist es aber klar und hell, kommt der Lenz wohl nicht so schnell.“ Gehen wir also guten Mutes in diesen trüben und kalten Februar. Vielleicht schaffen es auch schon die Narren mit Geschell und Geschrei, dem Winter ein abruptes Ende zu bereiten.

Kommentare unserer Leser

Bitte beachten: Ab sofort können nur noch Abonnenten kommentieren. Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren.

Donnerstag, 4. Januar 2018 von Volker Schweizer

Innovatives Recycling

Schon ist’s wieder vorbei mit „Stille Nacht“ und „O du fröhliche“. Und die letzten Silvesterböller sind mittlerweile auch verschossen. Zurück bleiben die Weihnachtsbäume. Wenn es nach einem schwedischen Möbelhaus gegangen wäre, hätten die nadelnden Tannen gleich nach den Feiertagen aus den Wohnzimmern verschwinden müssen. In der Werbung wird uns auch gezeigt, wie einfach das geht: Fenster auf, Tanne raus. Und dann? In den meisten Ortschaften richten eifrige Sänger oder Sportler Sammelstellen ein oder rücken nach Dreikönig aus, um die Tannen einzusammeln. Ersteren Service gibt es in meinem Wohngebiet nicht mehr. Leider. Um nicht den Geldbeutel zücken zu müssen, wurden regelmäßig viele Bäume schon einige Tage vor dem eigentlichen Sammeltermin in den bereits aufgestellten Container geschmissen. Mir bleibt also nichts anders übrig, als zur Axtschere zu greifen und mein Bäumchen Stück für Stück in der Tonne verschwinden zu lassen. Und was passiert mit den ganz Großen? In vielen Orten, zum Beispiel auch in Ebingen, bleiben sie einfach stehen. Die unteren Äste werden abgekappt, an den Rest kommen bunte Bändel. So lebt der Festbote als Narrenbaum noch einige Wochen weiter. Wenn das mal keine innovative Recycling-Kultur ist. Ein Hoch auf die (Narren-)Vereine!

Kommentare unserer Leser

Bitte beachten: Ab sofort können nur noch Abonnenten kommentieren. Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren.

Donnerstag, 23. November 2017 von Volker Schweizer

Dieses Jahr ohne Stress?

Kaum zu glauben, aber es ist schon wieder fast soweit. In zehn Tagen brennt die erste Kerze am Adventskranz. Weihnachten steht vor der Tür – der Stress allerdings auch. Die Adventszeit fällt heuer besonders kurz aus, weil der Heilige Abend am vierten Advent ist. Viele, und dabei nehme ich mich nicht aus, wollen es deshalb dieses Jahr besser machen. Statt erst kurz vor knapp in den Keller zu gehen, um die eingestaubte Deko für den Baum zu holen und dann festzustellen, dass die Hälfte unbrauchbar ist, wäre es ratsam, sich alsbald darum zu kümmern. Wer einen Kalender mit eigenen Bildern verschenken möchte, sollte sich nicht erst zwei Tage vor dem Fest mit der Auswahl der Motive beschäftigen.

Besuche auf Weihnachtsmärkten können auch anstrengend sein. Vor allem an den Wochenenden ist der Andrang riesig. Wie wär’s deshalb mal mit einem Abstecher in die Dörfer, zum Beispiel nach Burgfelden oder Straßberg, Roßwangen oder Ratshausen. Kleinere Märkte bieten oft sehr viel mehr Atmosphäre. Und man kann ohne Geschubse nach Geschenken Ausschau halten.

Schön finde ich, dass trotz aller Hektik Menschen Zeit finden, sich für Andere einzusetzen. Über zwei tolle Beispiele haben wir erst in der vergangenen Woche berichtet. Ein Trio aus Tieringen hilft Kindern in Uganda, Frauen aus Schömberg unterstützen die Arbeit der Leidringer Missionsschwester Renate Hölle.

Kommentare unserer Leser

Bitte beachten: Ab sofort können nur noch Abonnenten kommentieren. Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren.