Dienstag, 23. März 2010 von Rolf Bitzer

Welttag der Meteorologie

März tragen die Meteorologen weltweit den „Welttag der Meteorologie“ ins Tagebuch ein. An diesem Tag wollen die Weltorganisation für Meteorologie (WMO) und ihre 189 Mitgliedsländer an den Gründungstag der WMO, die ihren Sitz in Genf hat, am 23. März 1950 erinnern. Das Thema des diesjährigen Welttags der Meteorologie ist „60 Jahre im Einsatz für die Sicherheit und das Wohlergehen der Gesellschaft“. Vor 60 Jahren begann die Zusammenarbeit zwischen verschiedensten Nationen, mit dem Ziel, aus weltumspannenden aktuellen Wettermeldungen verlässlichere Wetterprognosen zu erstellen. Deutschland wird in dieser Organisation seit 1954 durch den Deutschen Wetterdienst (DWD) vertreten. Auch für Wetterprognosen hier sind neben den Informationen aus den Nachbarländern vor allem die Wettermeldungen von der „Wetterküche Europas, dem Atlantik, unerlässlich. Die WMO schafft die Grundlagen für die internationale Kooperation beim Aufbau und Unterhalt von meteorologischen und hydrologischen Mess- und Beobachtungsnetzen. Sie gewährleistet den raschen Austausch der Daten und sorgt für die Standardisierung der Wetterbeobachtungen.

Der heutige Welttag müsste es den bei der Albstädter Stadtverwaltung für deren Wetterstationen Zuständigen Wert sein, einmal darüber nachzudenken, welchen Wert ein weltweites Beobachtungsnetz hätte, wenn von überall so nicht repräsentative und von Effekthascherei und Sensationsgier geprägte Meldungen kommen würden wie vom Kältepol Albstadt-Degerfeld. Dessen Schöpfer Jörg Kachelmann dürfte für solche Überlegungen aktuell wohl keine Zeit haben.

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Genau einen ...

Satz zu lang ist der Blog-Eintrag vom 23.03.2010 meiner Ansicht nach.

Was eine blödsinnige (vermutlich auch noch "lustig" gemeinte) Spitze gegen J. Kachelmann hier soll, weiß wohl nicht mal der Verfasser.

Mit dem "Welttag der Meteorologie" jedenfalls oder der Abneigung des Autors gegen Meldungen vom "Kältepol" und deren Duldung durch die Albstädter Stadtverwaltung besteht da keiner Verbindung.
Schade ums Niveau ...

Rolf Leisegang am 23.03.2010 12:59:50

Donnerstag, 11. Februar 2010 von Rolf Bitzer

Schneeräumen: wen trifft's ?

Wer greift schon gerne zu Schneeschaufel oder zum Eimer mit Streumittel. Doch wie sieht es konkret aus mit der Winterdienstpflicht vor der eigenen Haustür ? . Laut Umfrage eines Immobilienportals wussten 59 Prozent der befragten Eigentümer nicht, dass sie als Vermieter für das Räumen und Streuen des Gehsteigs und der Wege auf dem Grundstück verantwortlich sind. Der Vermieter kann diese Pflicht im Mietvertrag durch eine Regelung dem Mieter übertragen, durch Vereinbarung im Mietvertrag oder durch den Verweis auf die Hausordnung, wenn die Schneeräumpflicht dort geregelt ist. Der Vermieter muss kontrollieren, ob der Mieter seiner Pflicht nachkommt.

Geräumt werden muss der Fußweg in der Regel zwischen 7 Uhr und 20 Uhr. Die Häufigkeit ist rechtlich nicht genau festgelegt, ebenso die Art des Streuens. Maßgebend ist, dass die Verkehrssicherheit gewährleistet ist.

Kommt man der Streu- und Räumpflicht nicht nach und es kommt jemand durch einen Sturz zu Schaden, kann dieser den Verkehrssicherungspflichtigen auf die Zahlung von Schadenersatz in Anspruch nehmen. Eigentümern und Mieter sollten Versicherungsschutz haben. Eine Privathaftpflichtversicherung ist ausreichend. Vermieter von Immobilen benötigen dagegen eine zusätzliche Haus- und Grundbesitzerhaftpflichtversicherung.

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Samstag, 19. Dezember 2009 von Rolf Bitzer

Ein Krimi zu Weihnachten?

Winterliches Wetter bestimmt das vierte Adventswochenende mit gelegentlichen Schneefällen und niedrigen Temperaturen, die in der Nacht von Samstag auf Sonntag das Thermometer bis auf unter minus 15 Grad absinken lassen. Am Sonntag kann sich zwischendurch auch mal die Sonne zeigen. Doch gibt es auch weiße Weihnachten?

Während sonst die Propheten aus dem Lager der kommerziellen Wetterfrösche gerne mit ihren wie auch immer gearteten Weihnachtswetter-Prognosen aufwarten, sorgt die bevorstehende Umstellung der Großwetterlage zum Wochenbeginn für eine eher ungewöhnliche Zurückhaltung. Von einem „spannenden Wetterkrimi“ ist an einer Stelle die Rede, was eigentlich nicht zum doch eher besinnlichen Fest passen will.

Fast alle Vorhersagemodelle simulieren für die kommende Woche den Wechsel von der kalten Nordostlage zu einer zyklonalen Westlage. Mit der westlichen beziehungsweise auch südwestlichen Höhenströmung gelangt mildere Luft auch in unsere Region. Je nach Höhenlage stellt sich die Frage, ob es weiterhin schneien oder regnen wird. Auf der Alb jedenfalls sind die Chancen recht gut, dass die Schneedecke erhalten bleibt. Auf jeden Fall sollte sich nicht nur der Weihnachtsmann mit seinem Schlitten die nächsten Tage auf erhöhte Glatteisgefahr einstellen.

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Samstag, 10. Oktober 2009 von Rolf Bitzer

Winterreifen parat halten!

Nach den schönen und warmen Herbsttagen mag man es kaum glauben, die Meteorologen tasten sich langsam Richtung Winter vor. Für den Wochenbeginn ist schon von einem „Hauch von Winter“, von Bodenfrost und von Winterreifen die Rede. Im gestrigen Bericht der Wettervorhersagezentrale des DWD heißt es für den Südosten Deutschlands wörtlich: „Hier sollte man sich überlegen, aufgrund der relativ neuen Gesetzeslage die Winterreifen aufzuziehen, mal ganz abgesehen von den Vorteilen für die eigene Sicherheit“.

Mit solchen Tipps lässt sich natürlich von konkreten Wettervorhersagen ablenken, andererseits folgt man der allgemein überzogenen Warnmentalität. Ein Anlass jedoch, sich die erwähnte Rechtslage in Erinnerung zu rufen, nach der es zwar keine allgemeine Winterreifen-Pflicht gibt, sondern eine situationsbedingte Pflicht aufgrund der Wetterverhältnisse.

Seit dem Mai 2006 heißt es in § 2 Abs. 3a der Straßenverkehrsordnung: „Bei Kraftfahrzeugen ist die Ausrüstung an die Wetterverhältnisse anzupassen. Hierzu gehören insbesondere eine geeignete Bereifung und Frostschutzmittel in der Scheibenwaschanlage.“ Autofahrer können bei einem Verstoß mit 20 Euro zur Kasse gebeten werden, 40 Euro kann es kosten, wenn es durch die Bereifung zu Behinderungen des Verkehrs kommt. Ist ein Unfall auf ungeeignete Bereifung zurückzuführen, kann auch die Kaskoversicherung die Leistung verweigern.

Glaubt man zudem der 7-Grad-Empfehlung der Reifenindustrie, dass Winterreifen bei Temperaturen unter 7 °C bessere Eigenschaften als Sommerreifen haben, kommt auf jeden Fall die Zeit, sich auf einen baldigen Reifenwechsel einzustellen. Egal, ob man hinter diesem Tipp eine reine Marketingmaßnahme der Hersteller sieht oder nicht, besser zu früh als zu spät an einen Reifenwechsel denken.

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Donnerstag, 13. August 2009 von Rolf Bitzer

Vorsicht Blitz!

Jährlich werden in Deutschland rund 2,5 Millionen Blitze registriert, die meisten natürlich in den Sommermonaten. Am häufigsten blitzt es angeblich im Schwarzwald. Statistisch gesehen ist die Gefahr, tödlich von einem Blitz getroffen zu werden, eher minimal, im Schnitt sind es bundesweit jährlich sieben Todesfälle. In dieser Woche wurden bereits zwei tödliche Blitzschläge vermeldet. In beiden Fällen hatten die Opfer bei einem Gewitter Schutz unter Bäumen gesucht.

Am sichersten ist, wer sich bei einem Gewitter nicht im Freien aufhält. Schutz bieten Gebäude und geschlossene Fahrzeuge und in geringerem Umfang auch ein Wald, wenn man den Waldrand und die Nähe besonders hoher Bäume meidet.

Wer von einem Gewitter überrascht wird und nirgends mehr Schutz findet, kann durch entsprechendes Verhalten die Gefahr minimieren. Dazu zählt, dass man sich nicht in die Nähe von einzelnen Bäumen oder Masten begibt und auch Hügellagen meidet. Auch sollte man nicht wegzulaufen oder sich flach auf den Boden legen, denn dann hat der Blitz eine größere Angriffsfläche. Unbequem aber am sichersten ist es, in die Hocke zu gehen, die Füße nah zusammen, die Arme über die Knie. Wenn man zu zweit oder in einer Gruppe unterwegs ist, nicht Händchenhalten, sondern ein paar Meter Abstand halten. Walking- und Wanderstöcke und auch Regenschirme gehören in einiger Entfernung abgelegt. Rad- und auch Motorradfahrer sollten bei einem Gewitter absteigen und ihre Fahrzeuge in einigen Metern Entfernung abstellen.

Am besten ist bei entsprechenden Wetterlagen ein wachsamer Blick zum Himmel, um sich die Gefahrensituation durch Blitzschlag zu ersparen.

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