Donnerstag, 13. September 2012 von Dagmar Stuhrmann

Ein Hund namens „Bitzer“

Ich bin – ich muss es gestehen – ein Fan von „Shaun das Schaf“. Die Animationsserie, in England produziert, läuft zur Zeit samstags morgens im Ersten. Die Macher haben einen kleinen, aber feinen Mikrokosmos erschaffen, in dem alle Farmbewohner – Shaun, Shirley, das Lämmchen Timmy, seine Lockenwickler-Mama, der Farmer, der Schäferhund, die Schweine und die Katze – ihren festen Platz haben. Mit Shaun fängt das Wochenende lustig an. Eine Frage konnte mir allerdings bisher noch niemand beantworten: Wieso heißt der Hund in der Serie ausgerechnet „Bitzer“? In Albstadt und Umgebung gibt's bekanntlich etliche Bitzers. Aber in England, wo die Shaun-Erfinder leben? Dort dürfte der Name eher selten sein. Eine Mini-Umfrage bei Englisch-Muttersprachlern hilft mir in diesem Fall nicht wirklich weiter. Die am häufigsten geäußerte Vermutung: Es könnte etwas damit zu tun haben, dass „bite“ beißen bedeutet. Andere meinen: Die Lautfolge „Bitzer“ klinge für englische Ohren hart und passe deshalb vielleicht gut zu einem Wachhund, der seine Herde mit festem Griff in Schach halten muss. Im sonst vermeintlich so allwissenden Worldwide Web findet sich auch nichts Aufschlussreiches. Sollten Sie, liebe Leser, eine Idee haben, lassen Sie's mich bitte wissen.

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Frau

Hallo unsere 7-jährige Tochter hat uns beim Fernsehen die gleiche Frage gestellt und wir haben im Internet nach Übersetzunge aus dem Engliachen gesucht. Lt. Babylon.com
soll bitzer ein australisches Wort für Mischling/Mischhund sein.
Meine Tochter reichte dies als sclüssige Antwort.
MfG
A.Busler

anja busler am 08.01.2013 18:22:07

Freitag, 17. August 2012 von Dagmar Stuhrmann

Wo ist die Zeit geblieben?

Sechs Wochen Sommerferien. Als Kind erschien mir das wie eine kleine Ewigkeit. Heute ist's ganz anders: Ich – und damit bin ich sicher nicht allein – habe das Gefühl, dass die Zeit rast. War nicht erst Weihnachten? Haben wir nicht erst Schoko-Nikoläuse vertilgt? Nächsten Monat werden schon wieder die ersten in den Ladenregalen stehen. Je älter man wird, desto schneller vergehen die Wochen und Monate. Wieso das so ist, dafür haben Psychologen eine plausible Erklärung: Die tägliche Routine ist schuld. Was wir schon fast automatisch tun, hinterlässt kaum noch Spuren in unserer subjektiven Zeitwahrnehmung. Kinder dagegen erleben ständig Neues, das verarbeitet werden muss. Deswegen dehnt sich für sie die Zeit. Doch auch Erwachsene können der fliehenden Zeit offenbar ein Schnippchen schlagen. Sie müssen nur die Alltagsroutine unterbrechen und sich neuen Erfahrungen aussetzen. Dann werden die Tage wieder länger.

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Mittwoch, 8. August 2012 von Dagmar Stuhrmann

Heute ist alles für die Katz

Das „ABC der Katzensprache“ zu entschlüsseln, ist nicht schwer. Wie das geht, zeigt eine Haustierversicherung, die den heutigen Weltkatzentag zum Anlass nimmt, „Dosenöffner“ darüber zu informieren, was ihre Samtpfoten „sagen“ wollen, wenn sie schnurren, treteln oder ihrem Menschen mit der Nase stupsen. Eines wird keinen Katzenfreund überraschen: Die Miezen können ungefähr hundert unterschiedliche Laute von sich geben und setzen das Miauen zur Begrüßung ebenso wie zum Wehklagen ein oder fordern dadurch menschliche Aufmerksamkeit oder Futter. Dabei gibt es auch bei den Stubentigern offenbar solche, die ständig miauen – und sich so mit ihrem Besitzer unterhalten – und andererseits eher schweigsame Naturen, die sich lieber durch Körpersprache ausdrücken. Egal, zu welcher der beiden Sorten Ihre Katze gehört: Nehmen Sie doch den heutigen Katzen-Feiertag einfach mal zum Anlass, ihr ein Extra-Leckerle zu spendieren.

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Freitag, 3. August 2012 von Dagmar Stuhrmann

Augen auf beim Bürstenkauf

Es gibt Entscheidungen im Leben, die ein gründliches Abwägen erforderlich machen. Wenn es zum Beispiel darum geht, sich ein neues Auto anzuschaffen. Oder wenn man eine Reise plant. Bis vor kurzem war mir jedoch nicht klar, dass auch der Kauf einer neuen Zahnbürste in diese Kategorie fällt. Ich stand im Drogeriemarkt meiner Wahl vor dem entsprechenden Regal – und war baff. Zahnbürstenborsten sind nicht einfach nur Zahnbürstenborsten: Da gibt es „Aktiv-Borsten“ und solche mit „Sensitiv-Wölbung“ oder „Soft-Lamellen für strahlend weiße Zähne“. Neben „seifenfeinen Borsten“ findet man auch „Hoch-Tief-Borsten“ und „abgerundete Borsten zur gründlichen Entfernung von Zahnbelägen“. Ganz super ist bestimmt auch das Zahnbürstenmodell „mit 3-geteiltem Bürstenkopf“. Ich frage mich: Wie konnte ich bis jetzt nur so leichtfertig glauben, es wäre damit getan, dass die Borsten entweder weich, mittel oder hart sind?

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Samstag, 14. Juli 2012 von Dagmar Stuhrmann

Wieder einer dieser Tage

Es war wieder mal einer dieser Tage. Den Wecker überhört, die Bluse mit Zahnpasta bekleckert und dann auch noch das: Beim Frühstück landet mein Marmeladentoast auf dem Fußboden. Mit der bestrichenen Seite nach unten natürlich. Warum, frage ich mich, ist das eigentlich so? Eine nicht repräsentative Umfrage im Bekanntenkreis bestätigt: Es handelt sich hier um ein Alltagsproblem, zu dem jeder eine Meinung hat. Das sei nun einmal „Murphys Gesetz“, bekomme ich zu hören. Andere sagen: Das hat mit dem Gewichtsunterschied von Brot- und Marmeladenseite zu tun. Praktisch Veranlagte raten mir, auf Müsli umzusteigen. Nur gut, dass man im weltweiten Netz Antworten auf fast alles findet: Dort erfahre ich, dass es am Tisch liegt. Der Marmeladentoast dreht sich im freien Fall, der Weg von einem herkömmlichen Tisch zum Boden ist aber so kurz, dass der Toast nur eine halbe Drehung schafft. Mit dem bekannten Ergebnis. Besser wär's deswegen, im Stehen zu frühstücken: Tische ab 130 Zentimetern Höhe bieten dem Toast offenbar genug Zeit, um sich einmal komplett zu drehen. Der Toast landet elegant mit der Marmelade oben. Wem es, wie mir, schwer fällt, das zu glauben, der hat nur eine Wahl: Ausprobieren.

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