Donnerstag, 24. Januar 2013 von Dagmar Stuhrmann

Diäten sind überflüssig

Auf ein Neues: Das neue Jahr hat begonnen. Eine Zeit, in der viele Menschen sich vornehmen, ein paar Kilos abzunehmen. Methoden gibt es viele. Ob Low Carb oder „Schlank im Schlaf“, ob Atkins-, Mayo- oder Dukan-Diät: Der Markt boomt. Mal abgesehen davon, dass für die lästigen überflüssigen Pfunde nicht die Schlemmerei zwischen Weihnachten und Silvester verantwortlich ist, sondern vielmehr unser Essverhalten in den übrigen 51 Wochen des Jahres, ist der Diätwahn mit Vorsicht zu genießen. Droht doch, wir wissen es, das Schreckgespenst „Jo-Jo-Effekt“. Wer sich zu sehr ins Kalorienzählen verbeißt, büßt letztlich vielleicht sogar die Lebensfreude ein – das ist's nicht wert. Da halte ich es doch lieber mit der Devise „Lachen macht schlank“. Was Forscher herausgefunden haben: Man kann in einem Jahr zwei Kilogramm verlieren, wenn man nur zehn bis 15 Minuten täglich lacht. Wichtig ist, dass man wirklich herzhaft lacht und dass das Lachen echt ist. Ein gekünsteltes Lachen verbrennt nämlich bei weitem nicht so viele Kalorien. In diesem Sinne: Hoffen wir, dass wir auch dieses Jahr genügend Grund zum ehrlichen Lachen haben.

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Mittwoch, 5. Dezember 2012 von Dagmar Stuhrmann

Nicht mehr ganz komplett

Drei Tage lang habe ich mich gequält, dann war der Schmerz nicht mehr auszuhalten und mir war klar: Ich muss zu meiner Zahnärztin. Als sie sich den Übeltäter – meinen Weisheitszahn links unten – genauer angesehen hatte, fällte sie ihr unerbittliches Urteil: „Der muss raus.“ Eine halbe Stunde später war's passiert, der Zahn gezogen und ich um ein Stück Weisheit ärmer. Seitdem sind die Schmerzen allerdings erfreulicherweise weg. Ein wenig trauere ich meinem verlorenen Weisheitszahn aber dennoch nach. Schließlich verbindet uns eine gemeinsame Geschichte, und ich habe vor Jahren tagelang gelitten, als er sich unter größten Mühen – was für mich Höllenqualen bedeutete – seinen Platz in meinem Gebiss eroberte. Wussten Sie eigentlich, dass Weisheitszähne offenbar tatsächlich mit Weisheit in Verbindung zu bringen sind? Zumindest findet man fast überall die gleichlautende Erklärung: Da die Menschen früher eine viel niedrigere Lebenserwartung hatten als heute, galten vor etlichen Generationen bereits 30- oder 40-Jährige als „weise Alte“. Und weil man die Backenzähne ganz hinten im Kiefer normalerweise erst in fortgeschrittenem Alter bekommt, wurden diese eben „Weisheitszähne“ genannt.

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Samstag, 10. November 2012 von Dagmar Stuhrmann

Sammeln ohne Grenzen

„Sammeln Sie Punkte?“ fragt mich die nette Frau an der Supermarktkasse. Natürlich nehme ich meine „Treuepunkte“ gerne mit und klebe sie daheim ein. Ich muss nämlich gestehen: Ich bin eine leidenschaftliche Sammlerin. In meinem Geldbeutel trage ich ein Sammelkärtchen vom Bäcker mit mir herum. Pro Einkauf in einer bestimmten Höhe gibt's einen Stempel. Ebenso im Eiscafé: Hier wird jeder verzehrte Kaffee, Cappuccino oder Espresso mit einem Stempel honoriert. Sinn und Zweck des Ganzen ist, keine Frage, Kundenbindung. Und irgendwie funktioniert das auch. Sammeln kann man inzwischen ja sowieso fast alles. Somit war ich auch nur wenig überrascht, als mir beim Abholen meiner frisch reparierten Winterschuhe eine „Absatzkarte“ angeboten wurde – die ich dann, Sie werden sich nicht wundern, auch prompt angenommen habe. Jetzt bekomme ich für jeden neuen Absatz – was wohl? genau! – einen Stempel. Wenn ich zehn beisammen habe, dann ist die elfte Reparatur gratis. Der kleine Wermutstropfen dabei: Lege ich mein bisheriges jährliches Absatz-Reparatur-Aufkommen als Maßstab an, dann brauche ich schätzungsweise fünf bis sechs Jahre, um die Karte voll zu bekommen.

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Dienstag, 9. Oktober 2012 von Dagmar Stuhrmann

Endlich wieder Straßenfeger

So muss es in den frühen 60ern gewesen sein, als die Durbridge-Krimis zum „Straßenfeger“ wurden, Kinos leer blieben, Nachtschichten ausfielen, Taxifahrer ihre Autos stehen ließen und alle vor dem Fernseher saßen. So wie auch jetzt wieder. Am Samstagabend gab Markus Lanz sein Debüt bei „Wetten, dass...“ und fast 14 Millionen – darunter ich – schauten zu. Ich finde, er hat sich wacker geschlagen. Er war korrekt angezogen, gut vorbereitet und brachte sogar Karl Lagerfeld zum Sprechen – kurz: Lanz hat alles richtig gemacht. Und doch vermissten viele etwas: Gottschalks Lässigkeit, seine lockeren Sprüche, sein Improvisationstalent. Nun ja, die Wahrheit ist hart: Lanz ist nicht Gottschalk. Wie hat's ein Kollege vom „Spiegel“ so schön formuliert? „TV-Moderatoren verkörpern eine Sehnsucht der Zuschauer: Sie leben auf dem Bildschirm eine Inszenierung von ins Positive gewendeten Eigenschaften vor, mit denen sich eine große Zahl von Zuschauern identifizieren kann.“ Demnach ist Gottschalk der Typ „unvorbereiteter Hallodri“, Günther Jauch der „bildungsbürgerliche Besserwisser“, Stefan Raab das „Großmaul“. Und auch für Markus Lanz wird sich sicher noch das Passende finden.

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Samstag, 22. September 2012 von Dagmar Stuhrmann

„Bitzer“: Jetzt wissen wir's...

Den ZAK-Lesern und ihrem Spürsinn sei Dank: Ich weiß jetzt, warum „Bitzer“ – der Hund aus „Shaun das Schaf“ – „Bitzer“ heißt. Nachdem ich mich vor ein paar Tagen an eben dieser Stelle darüber gewundert habe, dass ich bislang nirgends eine Antwort auf diese Frage finden konnte, flatterten zahlreiche Mails von hilfreichen ZAK-Leserinnen – offenbar gibt es nur weibliche Shaun-Fans – in mein Postfach. Sie stellten zum Teil sehr fantasievolle und durchweg plausible Vermutungen darüber an, wie „Bitzer“ zu seinem Namen gekommen sein könnte. Eine davon: „Bitzer“ könnte von „bizarr“ abgeleitet sein. Ein wenig „bizarr“ ist der Shaun-Mikrokosmos ja allemal. Eine andere Erklärung hat der WDR parat. Einige ZAK-Leserinnen scheuten nämlich keine Mühen und fragten direkt bei der „Maus“-Redaktion nach. Denn die „Maus“ weiß ja bekanntlich alles. Demnach ist es definitiv so: Die Macher von „Shaun“ haben „Bitzer“ so getauft, weil er ein Mischlingshund ist, auf Englisch also „bits of every dog“ – ein bisschen was von jedem Hund. Und wenn man „bits of“ schnell spricht? – Genau: Dann kommt „Bitzer“ heraus. Womit also auch dieses „Geheimnis“ gelüftet wäre.

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Wenn da mal ...

... die vielen Mischlinge der Region nicht beleidigt sind.

Frank Conzelmann am 24.09.2012 07:38:06