Samstag, 12. September 2015 von Dagmar Stuhrmann

Beißen toppt Schneiden

Die täglich in die Redaktion schwappende Mailflut hat einen manchmal recht spannenden Nebeneffekt: Man bekommt alle naselang Gratisinfos zu Themen, für die man sich aus freien Stücken nicht wirklich interessiert hätte. Wer denkt schon darüber nach, wie viel Prozent der Deutschen ihren Apfel samt Kernhaus verspeisen? Oder zu welcher Tageszeit am meisten Äpfel gegessen werden? Andererseits gibt es aber so gut wie kein Thema, zu dem es keine Studie gibt. Und deswegen hat ein namhaftes Institut unlängst natürlich auch das Apfelverzehrverhalten der Verbraucher untersucht. Kurz zusammengefasst die (mir am interessantesten erscheinenden) Ergebnisse: Die große Mehrheit der Deutschen isst Äpfel am liebsten daheim und zwar besonders gern am Nachmittag. Rund 36 Prozent legen dabei keinen Wert auf eine bestimmte Sorte. Die Hälfte der Befragten beißt direkt in den Apfel. Ein Drittel, vor allem ältere und weibliche Apfelesser, schneidet ihn in Spalten. Nur elf Prozent essen das Kerngehäuse mit und bei den meisten (83 Prozent) bleibt die Schale dran. Immer häufiger ersetzt der Apfel übrigens die Chipstüte vor dem Fernseher. Sollten Sie jetzt Lust auf einen Apfel bekommen haben – nur zu, lassen Sie sich nicht aufhalten. Dabei können Sie ja gleich mal auf Ihr ganz persönliches Verzehrverhalten achten.

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Samstag, 16. Mai 2015 von Dagmar Stuhrmann

Alles hängt an der Dose

Mit meinem privaten Handy kann ich immer und überall telefonieren, mit unserem Redaktionshandy – anderes Fabrikat – bin ich stets erreichbar, mit meiner Kamera – treue Begleiterin an jedem Arbeitstag – kann ich zuverlässig fotografieren, mit meiner elektrischen Bürste Zähne putzen, wann ich möchte, und mit meinem Notebook kann ich zu jeder Tages- und Nachtzeit in die weite Welt des Internets eintauchen. Allerdings nur, wenn all diese Segnungen der Technik genügend „Saft“ haben. Handy & Co. sind eifrig in Gebrauch, und so kann es durchaus schon mal passieren, dass an einem schönen Tag alle auf einen Schlag „leer“ sind und ihre Akkus aufgeladen werden müssen. Da wird's dann mit freien Steckdosen in der Wohnung richtig eng. Dazu kommt: Für jedes Teil braucht's ein eigenes Ladegerät bzw. Ladekabel. Allmählich verliere ich den Überblick... Da ausgerechnet in diesem Punkt auch noch mein Ordnungssinn zu wünschen übrig lässt, ist obendrein oft genug genau dann, wenn sich ein Akku dem Ende zuneigt, das jeweils passende Ladeequipment unauffindbar. Wenn ich nach fieberhafter Suche endlich fündig werde, keimt in mir jedes Mal aufs Neue die naive Hoffnung, dass es doch irgendwann einmal ein praktisches Universal-Ladeteil geben möge, das in alle Geräte passt.

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Donnerstag, 7. Mai 2015 von Dagmar Stuhrmann

Notorische Nicht-Blinker

Keine Frage: Wer im Moment in Albstadt mit dem Auto unterwegs ist, muss sich besonders an einer neuralgischen Stelle in Geduld üben. Die Ebinger Innenstadtwanderbaustelle rund um die Schmiecharenaturierung hat aktuell zur Folge, dass sich der Verkehr in der Schillerstraße am großen Tunnelkreisel in den Stoßzeiten staut. Das ist an sich schon unerfreulich, wäre aber leichter zu ertragen, wenn nicht notorische Nicht-Blinker die Situation noch verschlimmern würden. Beim Ausfahren aus dem Kreisel, bitte blinken! Dann wissen wartende Autofahrer, woran sie sind, der Stau löst sich schneller auf, die Nerven werden geschont. Schön fände ich im übrigen auch, wenn eine alte Sitte sich wiederbeleben ließe: die des Dankens. Verhält sich ein anderer Autofahrer „kavaliersmäßig“ – lässt einen beispielsweise aus der Nebenstraße in die Schlange auf der Hauptstraße einfädeln –, dann hob man früher kurz die Hand und signalisierte damit „Dankeschön“. Das erlebt man heute nur noch selten. Schade.

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Donnerstag, 23. April 2015 von Dagmar Stuhrmann

Die Welt ist voller Bücher

Wer liest, hat mehr vom Leben. Das hört sich vielleicht platt an, trifft aber dennoch den Punkt. Zumindest gilt der Satz für jene, für die, wie für mich, Bücher schlicht eine Selbstverständlichkeit sind. Ich brauche nicht nur zu Hause immer genügend Lesestoff. Auch kann ich mich an keinen Urlaub, nicht einmal an einen Kurztrip erinnern, bei dem ich nicht mindestens drei bis vier Bücher im Gepäck hatte.

Letzteres könnte ich mir ja nun sparen. Schließlich gibt es E-Books, die platzsparende Alternative zum gedruckten Buch. Ist aber nichts für mich, auch wenn der Markt inzwischen satte Zuwächse einfahren kann. Seit einiger Zeit existiert ja nun auch noch eine weitere „Buch“-Art, das „Gesichtsbuch“, besser bekannt als „Facebook“. Zum Lesen und vor allem zum Anschauen gibt's hier reichlich. Ein Produkt unserer schnelllebigen Zeit, in der so vieles oberflächlich geworden ist und man manchmal das Gefühl bekommt, in der Flut von Informationen – gewollten und ungewollten – zu ertrinken. Da wünscht man sich doch einen Rettungsring... Ein herkömmliches Buch kann genau das sein. Es spielt in einer für sich geschlossenen Welt, es hat einen Anfang und ein Ende. Es lebt von Figuren, die – im besten Fall – dem Leser ans Herz wachsen. Das ist bereichernd und spannend.

Am heutigen „Welttag des Buches“ wird das Lesen gefeiert. Für unsere ZAK-SPEZIAL-Seite in dieser Ausgabe haben wir Buchhändler und Bibliothekare um Lesetipps gebeten. Die Empfehlungen sind als Anregung gedacht. Denn, wie schon gesagt: Wer liest, hat mehr vom Leben.

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Freitag, 13. März 2015 von Dagmar Stuhrmann

Endlich Eiszeit

Kälte, Dunkelheit, glatte Straßen – ich könnte auf den Winter wirklich verzichten. Deswegen freue ich mich auch wie ein Schneekönig (auch wenn ich Schnee nicht mag), wenn bei angenehmer werdenden Temperaturen und wärmenden Sonnenstrahlen die ersten Krokusse zaghaft ihre Köpfchen aus der Erde strecken. Und spätestens, wenn das Eiscafé meines Vertrauens endlich wieder öffnet, dann weiß ich: Der Winter ist vorbei. Den Start in meine persönliche Eissaison habe ich dieses Jahr schon hinter mich gebracht und mir in der Mittagspause ein leckeres Spaghetti-Eis gegönnt. Ungeachtet aller Trends ist das über die Jahre hinweg mein Lieblingseis geblieben. Warum gerade Spaghetti-Eis? Ich weiß es nicht. Vermutlich ist es einfach die perfekte Mischung aus Vanilleeis, Sahne, Erdbeersoße und geraspelter weißer Schokolade (oder Kokosflocken), die mich spaghettieissüchtig macht. Mein nächstes werde ich übrigens ganz besonders genießen. Das habe ich nämlich „gewonnen“ – bei einer Wette mit meinem Kollegen Holger Much. Er hat verloren, ich bekomme das Eis.

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