Freitag, 12. Juni 2009 von Dagmar Stuhrmann

Kurioses im Redaktionsalltag

Hin und wieder hält der Redaktionsalltag Kurioses parat: Am Telefon erzählte uns ein ZAK-Leser von einer „tierischen Begegnung der etwas anderen Art“, die er tags zuvor gehabt hatte. Er sei, sagt er, am späten Dienstagnachmittag mit dem Auto in der Ebinger Oststadt auf dem Nachhauseweg gewesen, als er glaubte, seinen Augen nicht trauen zu können. Woraufhin er sich zur Sicherheit von seiner Beifahrerin in den Arm kneifen ließ. Da standen in der Bitzer Gasse urplötzlich mehrere – er zählte sechs – rosarote Schweine vor ihm auf der Fahrbahn, die großes Interesse an seinem leuchtend roten Auto zeigten. Schweine? Mitten in der Stadt? Was machen die hier? Wo wollen die hin? Wieso sind die ganz allein unterwegs? Fragen, die wohl jedem durch den Kopf gegangen wären. Gern hätten wir sie beantwortet. Nur leider war nicht herauszufinden, wie das Borstenvieh auf die Straße kam. Soviel jedoch steht fest: Auch von Anliegern an der entsprechenden Ecke wurde das Schweine-Spektakel beobachtet. Nun ja, vermutlich hat das „Mysterium“ eine simple Erklärung und die Grunzer sind einfach irgendwo ausgebüxt. Bleibt zu hoffen, dass sie ihren Ausflug in die Freiheit genossen haben.

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Montag, 8. Juni 2009 von Dagmar Stuhrmann

Silvester ist lange vorbei

Erinnern Sie sich noch an Silvester? Besser gesagt an die guten Vorsätze, die Sie an diesem Tag fürs neue Jahr gefasst haben? Sie wollten sich mehr bewegen, gesünder essen, mehr Gelassenheit an den Tag legen... Mittlerweile ist es Frühling. Zumindest auf dem Kalender. Der richtige Zeitpunkt, eine kleine Zwischenbilanz zu ziehen. Also los: Was ist aus Ihren Vorsätzen geworden? Alle lückenlos umgesetzt? Oder geht's Ihnen vielleicht doch eher so wie mir? Vor ein paar Tagen habe ich in einem Drogeriemagazin einen Fragen-Katalog entdeckt. Es ging darum herauszufinden, wie anfällig man für Erkältungen ist. Zehn Fragen waren zu beantworten, die mich auf eigentümliche Weise stark an meine Vorsätze erinnerten. Essen sie mindestens dreimal pro Tag Obst? Machen Sie mindestens dreimal pro Woche Sport? Trinken Sie mehr als einen Liter Mineralwasser pro Tag? Und so weiter. Für jede Ja-Antwort gab's einen Punkt... Nun ja, reden wir nicht über die Details. Mein Testergebnis hat mich jedenfalls dazu gebracht, mir meine Vorsätze nochmals ganz bewusst ins Gedächtnis zurückzurufen – und vielleicht ja doch noch wenigstens zwei oder drei von ihnen in diesem Jahr noch in die Tat umzusetzen.

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Montag, 8. Juni 2009 von Dagmar Stuhrmann

Das wächst doch wieder

Seit Wochen habe ich ein Foto aus einer Illustrierten sorgfältig aufbewahrt. Auf dem Foto zu sehen: meine Traumfrisur. Also hatte ich den Zeitschriften-Schnipsel bei meinem letzten Friseurbesuch natürlich dabei, um ihn auf die Frage „Und, was machen wir bei Ihnen?“ herausziehen und, statt wortreicher Erklärungen, der Friseurin entgegenstrecken zu können, begleitet von: „Diese Frisur hätte ich gern.“ So weit, so gut. Das mit dem Foto zeigen klappte prima. Ich erntete ein beruhigendes „Okay“. Sie ahnen vermutlich schon, wie es weiter ging. Die Haare auf dem Foto waren fransig, hinten länger, der Pony schräg geschnitten. Meiner dagegen war gerade, hinten war's zu kurz und das Ganze alles andere als fransig.

Was soll ich sagen? Nächstes Mal werde ich's doch lieber wieder mit detaillierten Beschreibungen meiner Wunschfrisur versuchen und auf das Foto verzichten. Bis dahin bleibt mir der Trost, den vermutlich schon viele von gutmeinenden Tröstern gehört haben: „Das wächst doch wieder...“

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Samstag, 30. Mai 2009 von Dagmar Stuhrmann

Erkenntnisse im Zug

Spontan hatte ich mich entschieden, das Auto stehen zu lassen und stattdessen den Zug zu nehmen. Schon beim Einsteigen in Ebingen war ich überrascht. Es gab kaum noch einen freien Platz! Und so, dicht an dicht mit den anderen Fahrgästen, fiel mir auf: Nirgends sonst kann man so problemlos und unfreiwillig Einblicke ins Leben seiner Mitmenschen erlangen wie im Zug. Zwischen Lautlingen und Balingen nahm ich an den Sorgen zweier mir gegenübersitzender Schülerinnen teil. Den schulischen und den eher zwischenmenschlichen. Kurz vor Hechingen wartete eine erstaunliche Erkenntnis auf mich: Fahrkartenkontrolleurinnen sind auf den ersten Blick nicht als solche zu erkennen. Die Fahrt bis Nehren wurde mir durch den äußerst lehrreichen Dialog zwischen besagter Kontrolleurin und einem weiblichen Fahrgast mittleren Alters über Tarife verkürzt. Dann, kurz vor Derendingen, weihte mich die soeben zugestiegene junge Frau auf dem Sitz neben mir in ihre Pläne für den Nachmittag ein – mittels Handygespräch, das sie mit ihrer Freundin führte. Bei der Ankunft in Tübingen bedauerte ich fast ein wenig, dass ich am Ziel war. Eines steht für mich aber fest: Bei nächster Gelegenheit fahre ich wieder mit dem Zug.

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