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Ein verkehrliches Rückgrat

Ausbaubeginn der B 463 Höhe Balingen-Weilstetten symbolisch vollzogen

Balingen, 16.03.2010 von
Klaus Irion

Ein kleines Stück Verkehrsgerechtigkeit wurde in Balingen auf den Weg gebracht. Im Beisein des Regierungspräsidenten Hermann Strampfer erfolgte gestern der Spatenstich für die dritte B 463-Spur.

Straßenbauprojekte haben häufig eine zeithistorische Komponente. Da macht die Bundesstraße 463 Höhe Balingen keine Ausnahme. Immerhin 20 Jahre ist es schon wieder her, dass der Ausbau der Bundesstraße zwischen Balingen und Albstadt in den vordringlichen Bedarf der Straßenplanung genommen wurde. Und nun, zwei Jahrzehnte später, ist es soweit. Wenigstens auf einem kleinen rund drei Kilometer langen Abschnitt der B 463 ist es voraussichtlich in drei Jahren möglich, den Verkehr etwas flüssiger albaufwärts fließen zu lassen. Ein Teilerfolg für eine Region, die seit Jahrzehnten, das wurde auch gestern wieder mehrfach betont, beim Straßenbau benachteiligt wird.

„Die dritte Spur für die B 463 ist verkehrs-, aber vor allem auch strukturpolitisch wichtig. Sie ist das verkehrliche Rückgrat Richtung Oberschwaben im Osten und zur A 8 im Westen“, erklärte Regierungspräsident Strampfer, der zum offiziellen Spatenstich ebenso in die Weilstetter / Frommerner Rohrackerstraße gekommen war wie der Bundestagsabgeordnete Thomas Bareiß (CDU), die beiden Landtagsabgeordneten Landrat Günther-Martin Pauli (CDU) und Hans-Martin Haller (SPD), Balingens Oberbürgermeister Helmut Reitemann, Baudezernent Ernst Steidle, Tiefbauamtsleiter Eduard Köhler, die beiden Ortsvorsteher Kurt Haigis (Weilstetten) und Hans Uhl (Frommem) sowie die Vertreter der am Bau beteiligten Firmen.

Einig waren sich alle darüber, dass dem nun ersten Schritt möglichst bald auch der nächste folgen soll. Nämlich ein dritte Fahrspur auch auf Albstädter Gemarkung. „Den diesbezüglichen Kampf habe ich bereits aufgenommen“, ließ MdB Bareiß die Anwesenden wissen. Er selbst hatte sich vehement für den jetzigen B 463-Ausbau stark gemacht, musste aber nach eigenem Bekunden über längere Zeit hinweg erkennen, „dass die Mühlen der Verwaltung doch häufiger sehr langsam mahlen“. Und dies bei einem finanziell überschaubaren Projekt. Bareiß hofft nun, dass wenigstens die Bauarbeiten wie vorgesehen vorankommen „und wir uns dann im Sommer 2013 hier zur Einweihung wieder treffen“.

Froh, dass es nun losgeht, ist auch Balingens OB Reitemann. Nicht nur, dass der Verkehr auf der B463 nach Ende des Ausbaus zügiger vorankomme. „Mindestens genau wichtig ist es für uns, dass im Zuge der dritten Fahrspur auch die unfallträchtige Einfahrt in die B 463 Höhe Weilstetten entschärft wird. Reitemann bezeichnete seinen Dank gleichzeitig auch als „schärfste Form der Bitte, den Blick in Richtung B 27 nicht aus den Augen zu verlieren“. Jetzt aber sei erst einmal die B 463 dran. Wobei diese Bauarbeiten in den kommenden Jahren immer wieder auch für noch höheres Verkehrsaufkommen in der Ortsdurchfahrt Frommern sorgen werden. Ortsvorsteher Hans Uhl nimmt es gelassen: „Das kriegen wir hin.“


Mit dem symbolischen Spatenstich wurde gestern der Ausbau der Bundesstraße 463 um eine dritte Spur albaufwärts auf Gemarkung Balingen auf den Weg gebracht. Mit von der Partie waren (von links) Tübingens Regierungspräsident Hermann Strampfer, der SPD-Landtagsabgeordnete Hans-Martin Haller, der CDU-Bundestagsabgeordnete Thomas Bareiß, Balingens Oberbürgermeister Helmut Reitemann sowie der Landrat des Zollernalblkreises und CDU-Landtagsabgeordnete Günther-Martin Pauli.

Foto:Irion