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„Da müssen wir durch“

Komplizierte Startphase für die neue Werkrealschule Frommern

Frommern/Weilstetten, 10.03.2010 von
Klaus Irion

Schülerbeförderung, Klassenaufteilung, Ganztagesbetreuung, Mensa: Beim Elterninformationsabend zur neuen Werkrealschule Süd in Frommern wurden die (Anfangs-) Schwierigkeiten deutlich.

Die neue Werkrealschule Balingen Süd startet zum kommenden Schuljahr. Einen Namen hat sie bereits – Grund- und Werkrealschule im Schulzentrum Buhren Frommern. Auch das pädagogische Grundkonzept liegt vor und wurde von Schulleiter Klaus Flockerzie am Montagabend rund 80 interessierten Eltern präsentiert. Abgesehen von einzelnen Fragen nach der Möglichkeit einer zweiten Fremdsprache wie an Realschulen oder der späteren Wechselmöglichkeit für Schüler von der Werkrealschule auf die Realschule dominierten an diesem Abend die außerunterrichtlichen Alltagsthemen. Und hier zeigte sich die Problematik, die die vom Balinger Gemeinderat so gewollte horizontale Teilung der Frommerner Stammschule und deren Weilstetter Außenstelle mit sich bringt. Soll heißen die Klassen 5 bis 7 jeweils mindestens einzügig in Frommern und Weilstetten, die Klassen 8 bis 10 mindestens zweizügig in Frommern.

Da ist beispielweise die Schülerverteilung der künftigen 6. Klassen. Gemäß dem Klassenteiler werden die derzeit zwei 5. Klassen aus Frommern und die 5. Klasse aus Weilstetten zu zwei 6. Klassen verringert. Um dies zu bewerkstelligen, müssen unter Umständen auch Kinder, die näher zur Stammschule leben in die Weilstetter Außenstelle wechseln. Im Raum steht laut Flockerzie auch, die Schüler aus Zillhausen und Streichen Richtung Weilstetten zu lenken. Ein „allzu großes Problem“ sieht der Rektor nicht auf sich zukommen. „Da müssen wir nun durch.“

Gleiches gilt auch bei der Frage der Ganztagesbetreuung. Die künftigen Weilstetter Werkrealschüler haben das gleiche Recht am Ganztagesangebot der Stammschule teilzunehmen wie auch die dortige Mensa mitzubenutzen. Bleibt jedoch noch die Frage der praktischen Umsetzung. Stichwort (Schul-)Busverkehr zwischen Weilstetten und Frommern. „Eine solche Linie existiert ja ohnehin schon, ich kann aber natürlich nicht garantieren, dass jeder Schüler immer Minuten-genau hin- und herfahren kann“, sagt Herbert Reuß vom städtischen Amt für Familie, Bildung und Vereine. Und eines ist für den Vertreter des Schulträgers, in diesem Fall die Stadt Balingen, auch klar: „Eine Außenstelle der Frommerner Mensa wird es nicht geben.“